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peepart Tagebuch 10. Januar 2013
Meine Neonkunst rechtzeitig vor Überschwemmung gerettet! Ehrenamtlich im Call Center der Hauptstelle des American Red Cross (Rotes Kreuz)

Vorgeschichte:
Nach 9/11 (Terroranschlag 11. Sept. 2001) zog meine damalige Agentin meine Kunst, die ich in Manhattan für Ausstellungen einlagerte um lange Transportwege aus Deutschland zu vermeiden, aus praktischen Gründen in die Nähe ihres Hauses in Port Chester (nördlich von NYC) mit meinem Einverständnis um. Jahre später recherchierte ich im US-Internet einen wissenschaftlichen Artikel über Meeresspiegelanstieg, als in Deutschland noch niemand darüber berichtete. Da sie mich im Storagegebäude im UG einquartierte, beschlich mich ein ungutes Gefühl.

Nachdem ich die Zusammenarbeit mit ihr beendete, entschied ich mich im Jahr 2007, die Mühen eines Kunst-Umzugs in den USA auf mich zu nehmen und mietete mich ins neu fertig gestellte Gebäude derselben Kette in Chatham (südwestlich von NYC im Landesinnern, 144 Fuß über dem Meeresspiegel) im 2. OG ein, wo ich bis heute bin.

Nach Hurrikan Sandy am 28. Okt. 2012 flog eine liebe Freundin von Toronto nach NYC, um ehrenamtlich mehrere Wochen beim Roten Kreuz als Super Visor zu helfen. Da immer noch große Not herrscht, war es für mich vor meiner Abreise aus München klar, dass ich mir einen Tag frei rüttele, um mich als Volunteer für Hurrikan-Sandy-Geschädigte in NYC zur Verfügung zu stellen: Red Cross Headquarters, 520 West 49. Str (zwischen 10./11. Ave.), Tel. 571-439-1686.

Keine Ahnung, was mich als ehrenamtliche Helferin ohne Vorkenntnisse erwartet? Auf alles gefasst, bin ich umso erstaunter, dass ich nach dem Aufnahmeprocedere (Unterschreiben eines vielseitigen Vertrages, Personencheck bzgl. Vorstrafen und Fähigkeiten etc.) ins Call Center des Hauptquartiers gebeten werde, um dort die Anrufe von Hilfesuchenden entgegen zu nehmen. Je nach Grad der Dringlichkeit und Art der benötigten Hilfe trage ich deren Daten in diverse Formulare ein, die dann an die entsprechenden Abteilungen weitergeleitet werden.

Hört sich einfach an, ist es jedoch nicht. Die - auch seelische - Not ist gross, die Menschen sind sehr emotional; für Selbstmordgefährdete stehen speziell ausgebildete Fachkräfte telefonisch zur Verfügung. Dazu kommt die superschnelle Aussprache mit amerikanischem Akzent, viele haben Angst, dass ihre Handy-Prepaidkarte zu Ende geht. Und dann noch die für mich teilweise exotischen (Straßen-)Namen. Obwohl FEMA und NYC die Menschen unterstützen, fehlt es zweieinhalb Monate nach Sandy noch an allem: Viele verloren ihre Brille und haben keinen Ersatz, die Karten für Essen und Geld sind nicht aufgeladen, am kommenden Sonntag müssen die vorübergehend in Hotels Einquartierten diese verlassen und wissen nicht wohin, eine Frau erwartet in drei Wochen ihr Baby und weiß nicht wohin, eine andere alleinerziehend mit 6 Kindern. Einige fanden eine Wohnung, benötigen jedoch Geld für den Makler, die Kaution, Möbel u.v.m., um nur einiges zu nennen.

Hinter jedem Anruf verbirgt sich ein Schicksal. Viele rufen zum xten mal an, da die Hilfe wegen Überlastung der Hilfsorganisationen noch immer nicht zu ihnen durchdringt. Als ich meiner lieben Freundin Ardina und meinem lieben Freund Prince davon erzähle überlegt sie, ob sie eine Reportage darüber dreht und Prince möchte auch einige Tage als Volunteer mithelfen. Ist das nicht wundervoll? Tue Gutes und fühle Dich gut - zur Nachahmung empfohlen!

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