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peepart Tagebuch 5. Oktober 2014
Nivelles: Mit St. Gertrudis-Schrein und Pferden über nassbraune Ackerschollen

Nach der gestrigen Segnung (peepart-Tagebuch 4. Oktober) meiner St. Gertrudis-Inspiration mit Neon bleibt mein Stab die Nacht über im Altarbereich der Stiftskirche zu Nivelles (Belgien). Sie ist platziert neben der goldfarbenen St. Gertrudis-Figur, einem Reliquiar, der etwas ganz Besonderes beinhaltet: Den Schädel der Hl. Gertrudis! Mir fehlen die Worte! Beide bereit für die grosse St. Gertrudis-Prozession.

Für den 1. Teil heißt es früh aufstehen, Start ist bei nachtdunklem Tag um 6 h morgens. Ganz Nivelles ist auf den Beinen, der antike Wagen rumpelt mit St. Gertrudis-Schrein über Kopfsteinpflaster Richtung Acker, gezogen von sechs stämmigen, edlen Pferden, ähnlich den Münchner Brauereipferden beim Oktoberfest. Eine gespenstische, surreale, hoch energetische Szene mit leichtem Nieselregen und vielen Orbs (Kleine runde Kugeln, die ich sonst nicht auf meinen Fotos so gehäuft feststelle: Wissenschaftler plädieren für Kamerareflexionen, Esoteriker für "Geister" bzw. Seelen - oder sind es Regentropfen?).

"Es geht über den Acker!" Bei dieser Info vor Reisebeginn dachte ich an einen ungeteerten Feldweg, doch es ist wortwörtlich gemeint!!! Mein Laufwerkzeug ist ungeeignet, die nassen Schollen kleben an den Schuhen "wie Sau" (pardon!) und ziehen sie durch das Gewicht fast von den Füssen. Bei jedem Schritt passe ich auf, dass ich nicht "ohne" dastehe, das Gleichgewicht verliere und mit dem braunen Ackerboden Bekanntschaft mache. Da käme mit meiner weißen Jacke große Freude auf. So versuche ich mich auf Grasbüschel am seitlichen Ackerrand zu retten, aber die sind wie Schmierseife.

Der Wagen mit St. Gertrudis-Schrein wird von Gesängen begleitet. Erstaunlich wie Sänger den richtigen Ton bei dieser Ackertour treffen - sie sind mit Gummistiefeln ausgerüstet. Auch die sechs kräftigen Pferde kämpfen. Im nassen Boden kommen sie nur mühsam voran, nach ein paar Schritten müssen sie immer wieder Pausen einlegen, so schwer ist der Wagen mit Schrein über die Schollen zu ziehen. Das Schlimmste kommt noch. Weshalb werden fünf Pferde ausgespannt? Plötzlich mit Karacho und lautem Getöse donnert an mir das Pferd (das am Wagen blieb) vorbei, die Böschung hinunter und drüben durch Schwung wieder hinauf! Jetzt ist mir klar, weshalb die fünf Pferde vor ihm ausgespannt werden mussten, sie hätten sich vermutlich auf bayerisch "derrent" (für Nichtbayern: ineinander verkeilt)! "Die Fünf" werden wieder eingespannt und es geht auf der Strasse zurück in den Ort.

Beim Mittagessen erholt sich unsere kleine Gruppe von den Strapazen gelaufener Acker- Kilometer. Der 2. Teil der St. Gertrudis-Prozession ist nachmittags, direkt durch Nivelles. Super: Ich darf meine St. Gertrudis-Inspiration mit Neon im Prozessionszug mitführen, das ist unerwartet. Wegen wechselhaften Wetters entschliesse ich mich kurzfristig darauf zu verzichten und staune über viele mittelalterliche Kostüme aus verschiedenen Regionen. Nach der Prozession (Curt Delander trägt die St. Gertrudiskapelle Bonn-Fahne) übergebe ich Jean-Claude Hauser vom Komitee Sankt Gertrud Wattenscheid meine St. Gertrudis-Inspiration mit Neon samt Spezialkoffer, denn die nächste Präsentation ist in Wattenscheid, danach weitere Stationen, international. Mögen damit FRIEDE LICHT LIEBE VERSÖHNUNG weltweit bei den Menschen Einzug halten (siehe Gravur im Stab). Happy fahre ich mit unserer St. Gertrudis-Gruppe mit dem Kleinbus zurück nach Bonn und mit dem Nachtzug weiter ins herbstliche München, um schöne Erlebnisse reicher.

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