www.peepart.com

www.bleicherart.com
chris@peepart.com

Startseite  LiveCam  Events & Termine  Charity  Review  Assistentinnen  Freunde 
Tagebuch Biographie  Partner  Presse  Shop  Urn Art  young peepart  Kunstgalerie  

2011 |   2012 |   2013 |   2014 |   2015 |   2016 |   2017 |   2018

Jan. | Febr. | März | April | Mai | Juni | Juli | Aug. | Sept. | Okt. | Nov. | Dez. | Sonstiges


peepart Tagebuch 25. Oktober 2015
Spezialführung mit Mausefalle im Museo Etnografico Madre Maria Domenica Mantovani

Da ich die Zeitumstellung nicht realisierte, bin ich heute, Sonntag, viel zu früh im Foyer auf dem Weg zum Frühstücksraum. "Rein zufällig" läuft mir eine Klosterschwester über den Weg, die ich sofort anspreche bzgl. Führung ins ethnografische Museum "Museo Etnografico Madre Maria Domenica Mantovani". Ich habe Glück: Sie sagt, sie schickt mir um 10.30 h eine Klosterschwester. Nach dem Frühstück mache ich mich (es ist immer noch vor Sonnenaufgang!) auf den Weg, um Brenzone auszukundschaften. In der Kirche neben dem Garda Family House verschwinden Klosterschwestern. Als ich das Gotteshaus neugierig betrete, empfängt mich schöner Klosterschwesterngesang, sodass ich einem Teil der Sonntagsmesse beiwohne - schaden kann's ja nicht... Danach kleiner Morgenspaziergang am Gardasee mit malerischen Booten inkl. Sonnenaufgang. Brenzone ist ein farbenfroher, kleiner, hübscher Ort, wo sich Häuser an Berge quetschen, in Castelletto legt die Fähre an.

Um 10.30 h führt mich Schwester Enrica, ganz in weiss gekleidet, geschätzte 100 m weiter in eine schmale, romantische Gasse, wo sie ein metallvergittertes Tor aufsperrt. Schon hier blieb die Zeit stehen! Verrostete Fahrräder aus anno tobak und alte Gerätschaften dekorieren den kleinen Innenhof. Zitatanfang: "Das Museum wurde im Geburtshaus der seligen Maria Domenica Mantovani, zusammen mit dem seligen Giuseppe Nascimbeni, Mitbegründer der Kongregation der Kleinen Schwestern der Hl. Familie, eingerichtet. Das Geb/auml;ude im Ortskern von Castelletto, ein Uferort am Fuße des Monte Baldo, ist ein interessantes Zeugnis der für das obere Gardaseeufer typischen Architektur." Zitatende.

Nicht nur die für einen Laien teilweise nicht zuzuordnenden Gerätschaften, die die schwere Arbeit den Menschen erleichterten sind faszinierend, auch Architekturfreunde kommen auf ihre Kosten bei nur mit Steinen gemauerten Deckengewölben ohne hölzerne Stützbalken. Besonders angetan hat es mir eine fast 1/2 m lange Mausefallenkonstruktion aus Holzteilen mit Stöckchen, wo die Maus, wenn das Stöckchen fällt, darunter zerquetscht wird. Wie passt das zur seligen Klosterschwester? Aber damals ging es wohl um das Überleben der Menschen und vielleicht war die Katze zu doof um Mäuslein zu fangen.

Um sich im Winter die feuchte Kälte erträglicher zu machen teilten sich die Bewohner einen Raum mit Rindern und Schweinen und es gibt davon sogar einen Luftschacht zu den oberen Schlafräumen, vermutlich frei nach dem Motto: Lieber erstickt als erfroren! Auch gab es eine Seidenraupenzucht sowie alles was zur Stoffproduktion benötigt wurde, angefangen vom Schafswolle waschen bis zum Webstuhl. Unzählige Details, die man in der Kürze der Zeit unmöglich erfassen kann. Schwester Enrica zeigt mir mit soviel Freude alles (obwohl es ihr freier Tag ist) und führt mich sogar in die Schlafkammer der seligen Maria Deminica Mantovani. Zu meiner Überraschung öffnete Schwester Enrica mir die Schublade des Nachtkästchens, was drin ist, verrate ich nicht... Dass ich in diesem speziellen Ort eine Einzelführung erhalte, ist wirklich etwas Besonderes. Dazu erlaubt mir die Ordens-Oberin, Schwester Nadia Daniela, meine Fotos im peepart-Tagebuch für meinen lieben isarbote.de- Leser veröffentlichen zu dürfen, was nicht selbstverständlich ist. Happy trete ich die Heimfahrt über Trento nach München an.

English Version  Wettbewerb  Impressum